Interview mit No-lntelligence-Needed

Interview mit No-lntelligence-Needed

Wir werden versuchen, wöchentlich in unserer Interview-Sektion mit einer Gruppierung zu sprechen oder Einzelpersonen zu Themen der Insel und ihrem Leben auf Altis zu befragen. Einige Fragen werden dabei immer wieder auftauchen, manche können etwas spezieller und auf die jeweilige Gruppierung zugeschnitten sein. Als ersten Interviewpartner können wir gleich einen Hochkaräter begrüßen. Die Gruppierung „NIN“ hat sich bereit erklärt, den Fragenkatalog zu beantworten. Mit NIN hatte die Mutterorganisation unserer Zeitschrift bisher durchweg positive Erfahrungen. Sie beansprucht eine bekannte und wichtige Route auf der Insel und für ihre Services und Dienstleistungen bezahlen wir gerne Steuern. NIN hat sich durch Zuverlässigkeit und langanhaltende Konstanz etabliert und ihre Ansprüche dadurch legitimiert. Sie ist als effiziente, erfahrene Einheit zu verstehen, aber wir lassen sie am besten einmal selbst zu Wort kommen.


Stellen Sie uns bitte kurz ihre Organisation vor. Wer sind Sie? Mit wie vielen Einheiten sind Sie auf der Insel vertreten? Wie lange sind Sie schon im Einsatz und welche Geschichte hat Ihre Gruppe in Bezug auf das Gründungsdatum, die Entwicklung etc.? Welche Ziele verfolgen Sie?

Hallo. Mein Name ist [NIN] Shizo. Ich bin Leader und Gründer der Gruppierung [NIN] – No lntelligence Needed.

Meine Co-Leader sind [NIN] Swali & [NIN] Kaliba. [NIN] besteht aus ca. 20 Mitgliedern, von denen ein paar allerdings momentan ausgereist sind und Urlaub machen, um sich von dem teilweise brutalen Leben auf der Insel Altis zu erholen. Die Gruppierung [NIN] wurde vor bereits über 10 Jahren gegründet und war früher schon auf anderen Schlachtfeldern unterwegs, wie zum Beispiel der „Bad Company“. Nach unzähligen Kämpfen auf dem White Pass, der Atacama Wüste, der Kaspischen Grenze, dem Golf von Oman oder in Schanghai und noch vielen weiteren Schauplätzen, wollten wir nicht mehr als Soldaten für eine Regierung kämpfen, die nichts anderes tat, als unsere Fähigkeiten auszunutzen. Also tauchten wir erst einmal alle unter. Jeder in eine andere Richtung, damit wir nicht so einfach zurück zu verfolgen sind. Ich weiß nicht, wo meine Kollegen in der Zwischenzeit waren, aber ich machte meinen Weg nach Chernarus. Es war die Hölle! Als ich die Möglichkeit bekam, der Insel zu entkommen, nutzte ich diese und strandete schließlich vor etwas mehr als 1,5 Jahren auf Altis. Komplett mittellos streifte ich durch die Städte, bis ich in Kavala ankam und auf dem Marktplatz nach Arbeit suchte. Als ich bereits aufgeben wollte, weil ich keinen Job fand, kam ein Offroader angefahren, dem ich erst keine wirkliche Beachtung schenkte, bis die 3 Insassen ausstiegen. Ich erkannte die Stimmen sofort wieder. Es waren die Kollegen aus meinem alten Squad. Sie erzählten mir, was sie die letzten Monate so getrieben haben und was sie auf dieser Insel schon alles erleben mussten. Sie wurden von so genannten Rebellen ausgeraubt, als Geisel genommen, beschossen, von der Polizei verspottet und zu Unrecht bestraft. Es klang für mich, als würde auf Altis die reinste Anarchie herrschen. Mir war klar, dass ich etwas tun musste. Ich verabredete mich mit meinem alten Trupp an einem ruhigen Ort und machte ihnen klar, dass wir, die [NIN], auf dieser Insel wieder zum Leben erwecken müssen, wenn wir für uns etwas verändern wollen. Wenn wir nicht mehr bei jeder Kupfertour in Angst leben wollen, sondern „wir“ Diejenigen sind, vor denen man Angst oder eher Respekt haben soll, müssen wir etwas ändern. Uns wurde klar, Geld muss her. Wir stiegen also vom Kupfergeschäft um auf den Handel mit Moonshine und Schildkrötenfleisch. Wir scouteten die sichersten Routen ab, so dass unser Vermögen sehr schnell heranwuchs und man sich eine Rebellenausbildung leisten konnte, die den Zugriff auf bessere Körperpanzerung, aber auch die Möglichkeit auf durchschlagskräftigere Waffen bot.

Mit unseren neuen Mitteln sinnten wir erst einmal auf Rache. Rache an all denen, die uns beraubt und schikaniert haben. Sie sollten wissen, dass [NIN] da ist, zwar bis dato nur mit 4 bis 5 Mann, aber sie sollten dennoch spüren, dass man mit uns nicht machen kann, was man will! Also starteten wir unsere ersten Raubzüge. Nicht gegen irgendwelche Zivilisten oder friedlichen Farmer, sondern wir suchten die Gruppierungen aus, die glaubten, sie wären stark, weil sie groß sind. Dazu gehörten Diejenigen, die zur Kupfermine kamen und versuchten, alle zu unterdrücken und Jene, die bei Wongs auf uns gewartet haben, um uns unsere Ladung zu stehlen und sogar das Feuer auf uns zu eröffnen, wenn wir nicht 100 Prozent nach ihrer Nase tanzten.

All diesen Gruppierungen machten wir in kürzester Zeit klar, dass das lockerere Leben für sie jetzt ein Ende hat! Wir hatten und haben bis heute keine Angst vor Clans mit deutlich größerer Mannstärke, denn wir haben bereits zu viert 10 bis 15 Mann überfallen, bei Gegenwehr viele ihrer Männer erschossen und bei Kooperation ihr Leben verschont, aber ihre Waffen und Fahrzeuge abgezogen. Jeden Cent, den sie uns damals geklaut hatten, haben wir uns in Form von Ladungen, Waffen und Fahrzeugen zu mehreren 100 Prozent zurückgeholt, ohne Gnade. Man lernte auf den Raubzügen natürlich auch Leute kennen, die einfach aus Verzweiflung in einer, in meinen Augen falschen Gruppierung, gelandet sind. Diese holten wir dann teilweise in unsere Reihen und auch so hatten wir immer ein offenes Auge nach ehrlichen Menschen, welche auf eigene Art und Weise das Richtige tun wollten. So wurde aus dem 4-Mann-Squad irgendwann eine kleine Armee, die aus 20 bis 30 Mitgliedern bestand. In dieser Zeit konnten wir so effektiv gegen unsere Feinde agieren, dass sich schließlich einige Gruppierungen aufgelöst und die Insel verlassen haben.

Nach diesen harten Monaten des „Krieges“ setzten sich einige Mitglieder zur Ruhe, da das Blutvergießen auch irgendwann einmal ein Ende haben muss. Also widmeten wir uns einem neuen Ziel. Bei unseren Streifzügen über die Insel mussten wir oft genug mit ansehen, wie kleine Möchtegern-Dealer Drogen an alle und jeden verkauft haben. Vor allem aber auch Heroin an Schulen. Es wurde höchste Zeit, dem ein Ende zu bereiten und unser neues Ziel bestand darin, die Heroin Route zu kontrollieren, was wir auch bis heute noch mit Erfolg machen.

Wie kamt ihr zu eurem Namen und inwiefern spiegelt er die Gruppenmitglieder wieder?

Wir haben gemerkt, das egal wie dumm jemand ist, er trotzdem immer eine Waffe bedienen kann. Das heißt so viel wie: „Du musst nicht selbst denken, so lange du Befehle befolgen kannst.“

Was sind Ihre Hauptarbeitsgebiete?

Unser Schwerpunkt liegt natürlich auf der Kontrolle der Heroin-Route. Man glaubt gar nicht, mit wie viel Arbeit das verbunden ist, Leute über die Route und unseren Prozentsatz aufzuklären, Fahrzeuge einzuweisen, Aufnahme und Verwaltung der angemeldeten Fahrzeuge im Überblick zu behalten, vertreiben von Sandaleros, absichern der Verarbeiter und Händler etc.!

Fun Fact: Die meisten Leute, die zum ersten Mal bei uns farmen und erfragen, wie viel Prozente sie abtreten müssen, empfinden 20 Prozent als viel zu viel, obwohl sie den Rundum-Schutz stets mit drin haben und immer noch 80 Prozent der Ladung reinen Gewinn verzeichnen.

Welche ist Ihre Lieblingsroute?

Selbstverständlich die Heroin-Route.

Warum?

Weil nichts so schnell so abhängig macht.

Wie setzt sich Ihre Gruppierung zusammen (Alter, Geschlecht, etc.)?

Angefangen von frischen knackigen 18 bis Mitte 30 ist alles vorhanden, was das Herz begehrt. Weibliche Mitstreiter haben wir natürlich auch.

Wie rekrutiert ihr eure Mitglieder? Gibt es Aufnahmekriterien?

Das Grundprinzip ist, das „WIR“ auf die Leute zugehen, wenn wir merken, das könnte ein interessanter Typ für uns sein. Aufnahmekriterien gibt es nicht direkt. Es sollte einfach passen. Der Rest kommt dann von ganz allein. Natürlich gibt es gewisse Dinge, auf die auch wir achten, aber die sind „intern“, da sich die Leute sonst verstellen könnten, um uns zu gefallen.

Auf welches Gesamtvermögen kann Ihre Organisation zugreifen?

Das möchte ich so leider nicht preisgeben, denn ein bisschen Stoff für die Fantasie muss ja noch übrig bleiben. Sagen wir mal so, der Inhalt der Garagen zusammen mit dem Geld auf der Bank und im Gangkonto, wow, das ist schon ein beträchtlicher Haufen Schotter.

Wer ist die vermögendste Person Ihrer Crew?

Das Geld, welches das meine Mitglieder verdienen, gehört mir! Nein, mal im Ernst. Ich wage zu behaupten, dass es relativ ausgeglichen ist. Der Eine hat mehr in seiner Garage stehen, der andere dafür etwas mehr Bargeld und der Nächste ein volles Schließfach.

Wie ist das Verhältnis zur Staatsmacht

Das Verhältnis ist im Moment recht neutral, würde ich sagen. Im Grunde versuchen wir immer, erst auf Personen zuzugehen und suchen das Gespräch. Wenn jedoch alle Stricke reißen, wenden wir das RP 2.0 (Reload & Punish) an.

Wie ist das Verhältnis zu anderen Gruppierungen? Haben Sie Feinde und Freunde?

Es wäre ja nur noch halb so lustig, wenn die Person die einen einzelnen von uns „callt“ schon wüsste was auf sie zukommt.

Da wir schon recht lange auf der Insel vertreten sind, haben wir natürlich über die Zeit gute Kontakte und Freundschaften geknüpft, welche auf gegenseitigem Respekt basieren. Im Umkehrschluss bedeutet das für uns, dass wir auch nicht allein dastehen, wenn wir einmal auf Hilfe angewiesen sind. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, wenn sie Hilfe oder Unterstützung benötigen. Als Feind kann sich jeder betrachten, der meint, seine Zeche zu prellen oder uns und unsere Farmer auf der Heroin-Route zu überfallen!

Über wie viele Immobilien verfügt Ihre Einheit und in welchen Gebieten sind Sie zuhause?

Wir verfügen über einige Erholungs-Bungalows, sowie Trainingslager und taktisch auserwählte Übernachtungsmöglichkeiten. Wir können uns nicht beschweren. Zuhause fühlen wir uns natürlich hauptsächlich in der Nähe der Heroinroute, da wir dort die meiste Zeit verbringen. Generell ist es eher selten der Fall, dass man uns im westlichen Teil der Insel antrifft, aber auch dort haben wir natürlich kleine Quartiere gut verteilt errichtet.

Wer ist der erfahrenste Krieger in Ihren Reihen und wer der beste Scharfschütze?

Eindeutig Marvin Boggs. Wenn sie dem mal über den Weg laufen, drehen sie lieber gleich um und suchen sie das Weite. Spaß beiseite. Wir haben alle unsere Stärken und Schwächen, aber ergänzen uns recht gut. Die Fähigkeiten „Teamarbeit & Disziplin“ sind das Wichtigste. Wer jetzt was besonders gut kann, sollte nicht an die Öffentlichkeit kommen, da es taktisch unklug wäre. Dann wüsste jeder, dass wenn Person „x“ nicht da ist, unser bester Sniper fehlt. Ich sage mal so, ich habe jeden meiner Männer und Frauen selbst rekrutiert und dabei mir war wichtig, dass sie sich in Verhandlungen und Gesprächen aller Art sehr gut ausdrücken können, aber auch wissen sollten, in welche Richtung der Lauf zu schauen hat.

Gegen wen und wann fand Ihre größte Schlacht statt? Was waren die höchsten Verluste / Gewinne?

Eines der größten Gefechte, an das ich mich in der Vergangenheit erinnere, war bei der alten Heroinaufbereitung, als sie noch auf der kleinen Insel bei Pyrgos war. Da überfielen wir eine nicht angemeldete Gruppierung und die Polizei kam noch mit einer kleinen Armee vorbei. Nachdem wir so gut wie alle gegnerischen Einheiten eliminiert hatten, kam von der Polizei eine Nachricht an, ob wir das Feuer einstellen könnten, damit sie sich zurückziehen können. Ich sagte ihnen, sie sollen meinen Kollegen entfesseln und die Waffen schultern. Dann dürften sie zu Fuß abziehen. Wir erbeuteten 6 LKW’s und zwei Polizeifahrzeuge.

Wer ist Ihr erfolgreichster Farmer?

Fragen sie das mal lieber unsere Kunden. (lacht – Anm. d. Red.)

Wer ist der angesehenste Feuerwehrmann auf der Insel?

Da ich selbst schon bei der Feuerwehr ausgeholfen habe, muss ich sagen, dass Wehrleiter Derek Shepherd bei mir den besten Eindruck hinterlassen hat. Ein sehr kompetenter Mann, der sich für die Feuerwehr voll ins Zeug legt. An dieser Stelle: „Grüße an Spaghetti Shephi“!

Wer ist der hartnäckigste / unbeliebteste Cop?

Oft fallen Rekruten negativ auf, da sie anscheinend nicht viel Verhandlungsspielraum haben und immer alles 100 Prozent korrekt machen wollen. Natürlich gibt es auch höherrangige Polizisten, die nicht viel von unserer Arbeit auf der Heroin-Route halten, aber das sind auch nur Menschen. Ich habe Polizisten erlebt, denen ich an einem Tag gern in den Kopf schießen würde, aber am Nächsten sind es die nettesten und lustigsten Menschen. Jeder hat mal einen schlechten Tag, deshalb möchte ich keinen nennen, der mal etwas unfreundlich war. Vielleicht hatte er nur schlecht geschlafen oder keinen Sex bekommen. (lacht – Anm. d. Red.)

Welcher Ort ist der Schönste auf der Insel?

Natürlich unser wunderschönes Heroinfeld. Ausgezeichnete Lage am Meer, ein Leuchtturm, der für Atmosphäre sorgt, wenn die Sonne unter geht. Ein angrenzender Wald, um auch einfach mal die Seele in der Natur baumeln zu lassen. Blumenbeete, die im Sommer einen bezaubernden Duft über das Feld verbreiten, sowie ein Haus zum entspannen.

Welches Tier würden Sie ihrer Gruppierung zuordnen?

Der Honey Badger, ein Honigdachs.

Welche Speise würden Sie ihrer Gang zuordnen?

Die Tränen der Sandaleros, Zechpreller, Abfucker, die gerade mit ansehen mussten, wie ihre frisch lackierten und gut gepflegten Fahrzeuge nach Afrika verschifft wurden, würzig erfrischend.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären es?

  1. Eine eindeutige Kennzeichnung, dass wir das Feld für uns beanspruchen.
  2. Das der Marktpreis für Heroin niemals fällt.
  3. Das 20 Prozent direkt auf unserem Gangkonto landen, wenn jemand Heroin verkauft.

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Magazin „DER ZAMAK“ Ausgabe 1.

1 Kommentar

  1. Felix2300 sagt:

    Klasse Artikel,
    Klasse Gruppierung.
    Kann ich nur empfehlen.

    Mfg Felix van Killzone

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