Fehlgeschlagene Razzia am Cannabisfeld

Fehlgeschlagene Razzia am Cannabisfeld

Es war früh am Morgen und die Sonne stand noch nicht oben am Himmel. Ich befand mich gerade am Polizei-Hauptquartier des Flughafens von Athira, als plötzlich mein Handy piepste. Angeblich sollte in Kürze eine Razzia am Cannabisfeld stattfinden. Ich streifte mir also umgehend meine schusssichere Presseweste über meinen Oberkörper und setzte meinen Kampfhelm auf. Meine Vermutung war, dass mich an der Plantage sicherlich Kugeln erwarten würden. Ich sprang in meinen roten Hummingbird und während ich den Rotor startete, schrieb ich der Polizei eine Nachricht, um sie über mein Vorhaben zu informieren. Als ich mich der Plantage näherte, sah ich schon aus weiter Entfernung ein Meer aus Lichtern (siehe Bild oben). Ich nahm an, dass es sich um die Lampen von Polizeifahrzeugen handeln müsse, welche die Situation bereits unter Kontrolle gebracht und alle Rebellen verhaftet haben. Doch als ich näher kam, zeigte sich mir ein komplett anderes Bild. Der Händler war geradezu überflutet mit LKW’s und Helikoptern von Rebellen!

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Das  Bild wurde nach Beendigung des Polizeieinsatzes aufgenommen

Als ich zur Landung ansetzte, flogen einige Kugeln in die Richtung meines Helikopters und ein Schuss streifte den Motorblock. Ich konnte dennoch ohne Probleme landen, obwohl aus einer Leitung ein wenig Öl heraustropfte. Ich sprang sofort aus meinem Helikopter, um mir ein genaueres Bild von der Lage machen zu können.

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Zwischen den ganzen Fahrzeugen wimmelte es nur so von Rebellen. Die Meisten waren erstaunlicherweise aber nicht so schwer bewaffnet, wie zunächst von mir vermutet. Zwischen den ganzen Gestalten liefen zwei oder drei Polizisten umher, welche versuchten, die Situation unter Kontrolle zu bringen, aber dennoch hoffnungslos überfordert waren. Vereinzelt kam es zu kurzen Feuergefechten, bei denen mindestens ein Rebelle sein Leben verlor. Die meisten Anderen interessierten sich aber nicht für das Vorgehen, sondern farmten einfach in Ruhe weiter.

Nach einiger Zeit zogen sich dann auch noch die letzten verbleibenden Polizeieinheiten zurück und die Einsatzleitung erklärte den Einsatz offiziell für „beendet“.

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Die Rebellen farmten fröhlich und munter weiter, als ob nichts passiert wäre. Währenddessen fragte ich mich nur, weshalb der Einsatz so katastrophal schief gelaufen war. Das die Polizei durchaus in der Lage ist, groß angelegte Razzien durchzuführen, hatte sie bereits im Frühjahr dieses Jahres bewiesen. Ich sollte aber auf meine Fragen keine Antworten erhalten, da der Einsatzleiter nicht mehr für ein Interview zur Verfügung stand.

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